Anleitung für den HG Power Glue

Richtig Kleben mit dem Werkzeug aus der Flasche

Kleben von Rissen, Füllen von Löchern, Formen von Teilen und Verstärken von Verbindungen mit dem Klebstoffsystem von HG braucht je nach Material die richtige Vorbereitung. Im ersten Schritt breite einen Bogen Backpapier auf, um ungewolltes Ankleben zu verhindern und lege alles bereit, was du brauchen wirst. Achte auf eine gute Durchlüftung des Arbeitsraumes. Gewusst wie, sind dann Bruchstellen schnell wieder aneinander geklebt und voll belastbar.

Schritt 1: Vorbehandlung und Bereitstellen der benötigten Sachen

Um die möglichst beste Klebekraft zu erreichen, ist es notwendig, vor dem Klebevorgang alle Klebestellen aufzurauen (Schleifpapier, Feile etc.). Die Oberfläche der Bruchstelle muss für eine erfolgreiche Verklebung von jeder Art von Verschmutzung gesäubert werden. Für die Reinigung von Ölen, Fetten, Feuchtigkeit, Rost und Staub empfehlen wir den HG Cleaner oder Aceton, die gereinigte Stelle dann ca. 5 Minuten ablüften lassen.
Darüber hinaus entfernt der Cleaner einfach und schnell alte Klebstoffreste auf der Oberfläche der zu verklebenden Materialien oder hart gewordene Reste auf der Haut, auf Textilien oder auf der Tischplatte. Ist der Reparaturbereich vorbereitet, werden die Fläschchen geöffnet. Dazu schraube den oberen Teil der Verschlusskappe vom Flüssigklebstoff, das ist das Fläschchen mit dem roten Punkt, auf. Drehe dann den gelben Deckel vom Fläschchen mit dem Granulat auf. Bei diesem Fläschchen musst du dann auch die Spitze vorsichtig abschneiden.
Wichtig: Schütze die Klebstoffspitze vor Schmutz und Verunreinigungen!
Tipp: Nach Gebrauch Klebstoffreste auf den Fläschchen an einem leeren Blatt Papier abstreichen.

Schritt 2: Bruchstellen Sprünge und Risse reparieren

Nach der Vorbereitung wird das Granulat direkt auf die Bruchstelle oder den Riss aufgestreut. Dabei sollte die Pulverhöhe nicht mehr als 2 mm betragen. Das Granulat alleine sorgt noch für keine chemische Reaktion.
Danach Klebstoff auf das Granulat tropfen, bis das Granulat vollständig mit Klebstoff getränkt ist. Achtung: Der Klebstoff reagiert sofort mit dem Granulat! Ausrichten ist nicht mehr möglich. Bei der chemischen Reaktion erwärmt sich die Klebestelle und es kann ein bisschen Rauch aufsteigen. Dabei gilt: Je öfter du diesen Vorgang wiederholst, abwechselnd Granulat und Klebstoff auftragen, umso stabiler wird die Verbindung. Damit die Verklebung wirklich hält wie eine Schweißnaht, den Vorgang auf der anderen Seite wiederholen. Bereits nach wenigen Minuten ist das Material ausgehärtet und kann anschließend geschliffen und überlackiert werden. Je nach Material kann die Endfestigkeit variieren.
Achtung Gefahr! Die entstehenden Dämpfe nicht einatmen!

Willst du nur Kleben ohne Zugabe von Granulat ist folgendes zu beachten:
Nach der Vorbereitung den Klebstoff dünn auf einer Seite des zu verklebenden Teils auftragen. Der Klebstoff bleibt nun so lange flüssig, bis durch Kontaktdruck die Aushärtung eingeleitet wird. Bis dahin ist eine Korrektur an der Reparaturstelle noch möglich. Um die volle Klebekraft zu erreichen, empfiehlt es sich, den Klebstoff einige Minuten unbelastet ruhen zu lassen. Bei porösen Oberflächen wie z.B. Porzellan, Metall, Stein, Fliesen etc. kann die Aushärtezeit mehrere Stunden in Anspruch nehmen (max. 24 h). Der HG Aktivator hilft dir dabei, solche Materialien binnen Sekunden zu verkleben. Je nach Material kann die Endfestigkeit variieren.
Verwendest du den Kleber mit Granulat brauchst du keinen zusätzlichen Aktivator.

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Abgebrochene Kleinteile wiederherstellen

Zur Vorbereitung wieder einen Backpapierbogen auflegen und die Anschlussstelle gründlich reinigen. Das Granulat direkt auf die Stelle aufstreuen, an der das neu geformte Stück benötigt wird. Die Höhe des aufgestreuten Pulvers sollte pro Durchgang nicht mehr als 2 mm betragen.
Dabei gilt: Je größer die verklebte Stelle mit dem Grundmaterial ist, umso stabiler wird die neue Halterung. Nun abwechselnd Klebstoff auf das Granulat tropfen. Der Klebstoff reagiert sofort mit dem Granulat! Schon nach wenigen Sekunden kann das ausgehärtete Material durch Feilen oder Schleifen in die beliebige Form gebracht werden.
Ganz ähnlich funktioniert auch das Auffüllen von Löchern:
Nach der oben beschriebenen Vorbereitung wird das Loch auf einer Seite mit Klebeband abgedichtet. Dadurch wird das Durchrieseln des Granulats verhindert. 
Fülle nun das Pulver in das Loch oder den Riss (nicht höher als 2 mm).
Das Granulat zur Gänze mit Klebstoff benetzen. Achtung: Der Klebstoff reagiert sofort mit dem Granulat und durch die chemische Reaktion entsteht Hitze. Wiederhole den Klebevorgang solange, bis die gewünschte Auffüllhöhe und Festigkeit erreicht ist.
Je nach Größe des Lochs kann das Klebeband nach ca. 2 bis 10 Minuten entfernt und die Stelle durch Schleifen, Bohren, Gewindeschneiden oder Lackieren nachbearbeitet werden.

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